Wie viel Strom verbrauche ich im Jahr?

stromzaehlerDer Stromverbrauch des letzten Abrechnungszeitraum ist der Stromrechnung zu entnehmen. Daraus lässt sich der voraussichtliche zukünftige Stromverbrauch ableiten. Der Stromverbrauch wird von einem Stromzähler gemessen, und was bei der Telefonrechnung die Rufnummer ist, ist bei der Stromrechnung die Zählernummer. Die Zählernummer identifiziert eindeutig den Stromzähler des jeweiligen Haushalts. Auf dem Stromzähler ist die Zählernummer oftmals zusätzlich als Barcode angebracht, was eine automatisierte Identifizierung des Zählers mittels eines Handscanners erlaubt und Verwechslungen ausschließt.

Der Zählerstand wird meist über ein rot umrandetes Rollen-Zählwerk ausgegeben. Abgelesen wird nur bis zum Komma, der nachgeordnete Bruchteil eines kWh wird weggelassen. Stromzähler neuester Bauart, die sogenannten Smartmeter, übermitteln die Daten zum Stromverbrauch in Intervallen an den Stromanbieter. Ein Ablesen ist bei diesen automatisierten Zählern überflüssig. Für den Verbraucher haben Smartmeter den Vorteil, dass der aktuelle Stromverbrauch zeitnah per Web-Interface oder eine App abgerufen und somit weit besser gesteuert werden kann.

Steht die Anschaffung neuer Elektrogeräte an, kann dies den Stromverbrauch bei regelmäßiger Nutzung deutlich erhöhen. Oft genannt wird in diesem Zusammenhang der Wäschetrockner, jedoch wird der auf dieses Gerät entfallende Stromverbrauch meist überschätzt. Moderne Wäschetrockner verbrauchen weniger Strom und durchlüften in den meisten Programmen die Wäsche phasenweise mit kalter Luft, was den Stromverbrauch deutlich reduziert. Zudem werden Wäschetrockner in vielen Haushalten hauptsächlich in der kalten Jahreszeit genutzt.

Weniger bekannt ist hingegen, dass ein kleines Gerät wie der WLAN-Router sich auf der Stromrechnung deutlich bemerkbar macht. Dies liegt daran, dass der Router in den meisten Haushalten rund um die Uhr im Einsatz ist. Dies lässt sich in der Konfiguration des Routers zwar ändern, wird jedoch meist unterlassen. Auch Geräte wie Heizlüfter und Wasserkocher sind verbrauchsintensive Geräte.

Unterschätzt wird auch der Stromverbrauch, den Elektrogeräte im Standby-Betrieb erzeugen. Ein durchschnittlicher Haushalt zahlt 115 Euro im Jahr nur dafür, dass zahlreiche elektrische Geräte im Bereitstellungszustand bleiben. Wer diesen Kostenpunkt reduzieren will, sollte – wenn technisch möglich – Elektrogeräte immer vollständig ausschalten und die Standby-Taste meiden. Leider hilft bei vielen Geräten nur das Ziehen des Netzsteckers, da ein vollständiges Trennen vom Netz geräteseitig nicht vorgesehen ist. Hier hilft eine Steckdosenleiste mit Schalter. Wenn sich in der Wohnung über einen längeren Zeitraum niemand aufhält, sollten alle Geräte vom Netz getrennt werden.

Energiesparlampen setzen sich zwar immer mehr durch, aber immer noch sind viele alte Glühbirnen und mit Halogenlicht betriebene Lampen im Einsatz. Moderne LED-Leuchten sind nicht nur weit heller als andere Leuchtmittel, sie sind auch noch dazu sparsamer im Umgang mit Energie und schonen die Umwelt. Ein angenehmer Nebeneffekt ist die überaus lange Haltbarkeit von LED-Lampen, was gleichfalls den Geldbeutel schont.

Um eine gute Prognose hinsichtlich des eigenen Stromverbrauchs zu erhalten, empfiehlt sich der Einsatz eines Strommessgeräts. Mit dem Strommessgerät können alle Elektrogeräte auf ihren Verbrauch hin überprüft werden. Diese Messgeräte sind im Fachhandel zu erwerben und werden teilweise auch von Stromanbietern verkauft oder verliehen.